Internationale Freiwilligendienste (Freiwilliges Internationales Jahr) ermöglichen es jungen Erwachsenen, sich für einen begrenzten Zeitraum in sozialen oder ökologischen Projekten im Ausland zu engagieren und dabei interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.
Viele dieser Dienste werden durch staatliche Förderprogramme unterstützt. Diese Programme legen Qualitätsstandards fest, regeln Rahmenbedingungen und stellen finanzielle Mittel bereit. Entsendeorganisationen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und sind oft an zentrale Stellen oder Qualitätsverbünde angebunden, die sie bei der Umsetzung der Vorgaben unterstützen.
So wird sichergestellt, dass Freiwilligendienste gut organisiert, pädagogisch begleitet und für alle Beteiligten sinnvoll gestaltet sind.
Der IJFD ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend für junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren. Es ermöglicht einen mehrmonatigen Freiwilligendienst weltweit und legt besonderen Wert auf Bildung, persönliche Entwicklung und interkulturelles Lernen.
weltwärts ist ein entwicklungspolitisches Freiwilligendienst-Programm, gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Junge Menschen engagieren sich vor allem in Ländern des Globalen Südens und setzen sich mit globalen Zusammenhängen und nachhaltiger Entwicklung auseinander.
Ein Programm der Europäischen Union für junge Menschen bis 30 Jahre. Es bietet Möglichkeiten für Freiwilligendienste in Europa, häufig in sozialen, kulturellen oder gemeinwohlorientierten Projekten.
Eine besondere Form des Freiwilligendienstes, die als Ersatz für den Wehrdienst anerkannt war. Heute ermöglicht er weiterhin längerfristige Einsätze im Ausland, oft mit kirchlichem oder sozialem Schwerpunkt, jedoch ohne einheitliches staatliches Förderprogramm.